ADR / GGVSEB

ADR und GGVSEB

Die Gefahrgutverordnung GGVSEB ist die nationale Umsetzung des ADR in das deutsche Rechtssystem.

Das aktuelle ADR ist als Anlageband auf den Seiten des "Bundesanzeiger Verlag" auch als PDF-Dokument abrufbar :

ADR 2019

ADR-Inhalte (Auszug)

1.1.1 Aufbau
Die Anlagen A und B des ADR sind in neun Teile gegliedert.

Anlage A besteht aus den Teilen 1 bis 7  

Anlage B besteht aus den Teilen 8 und 9.

Jeder Teil ist in Kapitel und jedes Kapitel in Abschnitte und Unterabschnitte unterteilt (siehe Inhaltsverzeichnis). Innerhalb jedes Teils ist die Ziffer des Teils Bestandteil der Kapitel-, Abschnitts- und Unterabschnittsnummer; z.B. hat der Abschnitt 1 in Kapitel 2 des Teils 4 die Nummer «4.2.1».

Beispiele / Auszüge :

1.1.2 Geltungsbereich
1.1.2.1 Im Sinne von Artikel 2 des ADR legt die Anlage A fest:

  • a) die gefährlichen Güter, deren internationale Beförderung ausgeschlossen ist;
  • b) die gefährlichen Güter, deren internationale Beförderung zulässig ist, und die für diese Güter geltenden Vorschriften (einschließlich der Freistellungen), insbesondere hinsichtlich:

    • – der Zuordnung (Klassifizierung) der Güter, einschließlich der Zuordnungskriterien und der diesbezüglichen Prüfverfahren;
    • – der Verwendung von Verpackungen (einschließlich Zusammenpackung);
    • – der Verwendung von Tanks (einschließlich ihrer Befüllung);
    • – der Verfahren beim Versand (einschließlich der Kennzeichnung und Bezettelung der Versandstücke, das Anbringen von Großzetteln (Placards) auf Beförderungsmitteln und die Kennzeichnung der Beförderungsmittel sowie der Dokumentation und der vorgeschriebenen Angaben und Vermerke);
    • – der Vorschriften über den Bau, die Prüfung und Zulassung der Verpackungen und Tanks;
    • – der Verwendung von Beförderungsmitteln (einschließlich der Beladung, Zusammenladung und Entladung).

1.1.2.2 Die Anlage A enthält auch bestimmte Vorschriften, die gemäß Artikel 2 des ADR die Anlage B oder sowohl die Anlage A als auch die Anlage B wie folgt betreffen:

  • 1.1.1 Aufbau
  • 1.1.2.3 (Geltungsbereich der Anlage B)
  • 1.1.2.4
  • 1.1.3.1 Freistellungen in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung
  • 1.1.3.6 Freistellungen in Zusammenhang mit Mengen, die je Beförderungseinheit befördert werden
  • 1.1.4 Anwendbarkeit anderer Vorschriften
  • 1.1.4.5 Beförderungen, die nicht auf der Straße erfolgen 
  • 1.2 Begriffsbestimmungen und Maßeinheiten Kapitel
  • 1.3 Unterweisung von Personen, die an der Beförderung gefährlicher Güter beteiligt sind 
  • 1.4 Sicherheitspflichten der Beteiligten 
  • 1.5 Abweichungen 
  • 1.6 Übergangsvorschriften 
  • 1.8 Maßnahmen zur Kontrolle und zur sonstigen Unterstützung der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften 
  • 1.9 Beförderungseinschränkungen durch die zuständigen Behörden 
  • 1.10 Vorschriften für die Sicherung 

 

Beipiel Freistellungen :

1.1.3 Freistellungen
1.1.3.1 Freistellungen in Zusammenhang mit der Art der Beförderungsdurchführung

Die Vorschriften des ADR gelten nicht für:
a) Beförderungen gefährlicher Güter, die von Privatpersonen durchgeführt werden, sofern diese Güter einzelhandelsgerecht abgepackt sind und für den persönlichen oder häuslichen Gebrauch oder für Freizeit und Sport bestimmt sind, vorausgesetzt, es werden Maßnahmen getroffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern.

Wenn diese Güter entzündbare flüssige Stoffe sind, die in wiederbefüllbaren Behältern befördert werden, welche durch oder für Privatpersonen befüllt werden, darf die Gesamtmenge 60 Liter je Behälter und 240 Liter je Beförderungseinheit nicht überschreiten.

Gefährliche Güter in Großpackmitteln (IBC), Großverpackungen oder Tanks gelten nicht als einzelhandelsgerecht verpackt;
 

b) Beförderungen von in dieser Anlage nicht näher bezeichneten Maschinen oder Geräten, die in ihrem inneren Aufbau oder in ihren Funktionselementen gefährliche Güter enthalten, vorausgesetzt, es werden Maßnahmen getroffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern;
 

c) Beförderungen, die von Unternehmen in Verbindung mit ihrer Haupttätigkeit durchgeführt werden, wie Lieferungen für oder Rücklieferungen von Baustellen im Hoch- und Tiefbau, oder im Zusammenhang mit Messungen, Reparatur- und Wartungsarbeiten in Mengen, die 450 Liter je Verpackung, einschließlich Großpackmittel (IBC) und Großverpackungen, und die Höchstmengen gemäß Unterabschnitt 1.1.3.6 nicht überschreiten. Es sind Maßnahmen zu treffen, die unter normalen Beförderungsbedingungen ein Freiwerden des Inhalts verhindern. Diese Freistellungen gelten nicht für die Klasse 7. Beförderungen, die von solchen Unternehmen zu ihrer internen oder externen Versorgung durchgeführt werden, fallen jedoch nicht unter diese Ausnahmeregelung;


Die aktuelle GGVSEB finden Sie hier als PDF-Dokument :

GGVSEB 2019

Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt - GGVSEB

Diese Verordnung regelt die innerstaatliche und grenzüberschreitende Beförderung einschließlich der Beförderung von und nach Mitgliedstaaten der Europäischen Union (innergemeinschaftliche Beförderung) gefährlicher Güter

1. auf der Straße mit Fahrzeugen (Straßenverkehr),

2. auf der Schiene mit Eisenbahnen (Eisenbahnverkehr) und

3. auf allen schiffbaren Binnengewässern (Binnenschifffahrt) in Deutschland, soweit nachfolgend nichts Abweichendes bestimmt ist.

Sie regelt nicht die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen auf Seeschifffahrtsstraßen und in angrenzenden Seehäfen.

 

 


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