Warnbekleidung

In der berufsgenossenschaftlichen Unfallverhütungsvorschrift VBG 12 (BGV D29) “Fahrzeuge” ist die Verpflichtung zur Ausrüstung von gewerblich genutzen Fahrzeugen mit Warnkleidung für wenigstens einen Versicherten im § 31 vorgeschrieben.

BGV D29 Fahrzeuge

Warnkleidung ist als geeignet anzusehen, wenn sie der DIN 30711 / Teil 1:

  • Warnkleidung aus textilen, flexiblen Fächengebilden mit Deckschicht aus Kunststoff sicherheitstechnische Anforderungen und Prüfung- / Form W1 (Weste) Form J1 (Jacke)...

entspricht.

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Seit Herbst 2013 ist Warnkleidung nach der Norm "EN ISO 20471 - Hochsichtbare Warnkleidung" klassifiziert.

Diese Norm ersetzt die bisherige Norm EN 471, welche zwischen gewerblichem Einsatz (EN 471) und nicht-gewerblichem Einsatz (EN 1150) unterschieden hat. Nach der aktuellen Norm 20471 liegt nun eine Risikobetrachtung zugrunde. Hierzu wurden im Anhang A der Norm drei Risikostufen festgelegt. Die Norm EN 20471 bezieht sich ausschliesslich auf Warnkleidung zum Schutz bei einem hohen Risiko übersehen zu werden.

HOCH :  EN 20471

MITTEL und NIEDRIG :  EN 1150 / EN 13356

Für passive Verkehrsteilnehmer definiert die Norm EN 20471 in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit von vorbeifahrenden Fahrzeugen drei Bekleidungsklassen mit Mindestflächen der Materialien. Die Klassen und Mindestflächen entsprechen der "alten" Norm EN 471 :

Klasse 1 : z.B. Reflexgeschirr, Rundbundhose (für “privaten” Einsatz geeignet)

  • Mindestflächen in m² gem. den Anforderungen EN471:
    fluoreszierendes Kleidungsmaterial 0,14 m²
    reflektierendes Kleidungsmaterial 0,10 m²

Klasse 2 : z.B. Weste, Überwurf, Latzhose (für “privaten” und “gewerblichen” Einsatz geeignet)

  • Mindestflächen in m² gem. den Anforderungen EN471:
    fluoreszierendes Kleidungsmaterial 0,50 m²
    reflektierendes Kleidungsmaterial 0,13 m²

Klasse 3 : z.B. einteiliger Anzug, Jacke mit Ärmeln (emfpohlen für Rettungsdienste, Feuerwehren etc.)

  • Mindestflächen in m² gem. den Anforderungen EN471:
    fluoreszierendes Kleidungsmaterial 0,80 m²
    reflektierendes Kleidungsmaterial 0,20 m²

 

Gerne werden Warnwesten und Jacken auch mit individuellen Firmenlogos oder Schriftzügen versehen. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass Flächen und Position von Logos ggf. die Zertifizierung/Zulassung der Warnkleidung beinträchtigen können. Es wird empfohlen, bei solchen "Veredelungen" eine erneute Baumusterprüfung durchzuführen....

Sofern noch Warnkleidung nach Norm EN 471 im Einsatz ist, darf diese unbefristet weiterverwendet werden.

 


Das Tragen von Warnbekleidung

Derzeit ist das Tragen von Warnkleidung in

  • Spanien
  • Italien
  • Portugal
  • Österreich
  • Kroatien
  • Belgien
  • und England

beim Verlassen des Fahrzeugs ausserhalb geschlossener Ortschaften bei Pannen und/oder Unfällen vorgeschrieben. 

Diese Pflicht gilt auch für Fahrzeuginsassen und nicht nur für den Fahrer! In Deutschland besteht die Mitführungspflicht bisher nur für gewerblich genutzte Fahrzeuge. Eine Einführung dieser “Tragepflicht” ist auch für den “privaten” Verkehrsteilnehmer mit seinem Fahrzeug in der Diskussion und als durchaus sinnvolle Ergänzung zu Warndreieck und Verbandkasten zu sehen.

Das Bundesverkehrsministerium: ”Privat-Pkw und auch dienstlich genutzte Leasingfahrzeuge oder Mietwagen unterliegen weder nach Paragraf 35 der Straßenverkehrsordnung noch nach den berufsgenossenschaftlichen Vorschriften für den Güterverkehr einer Westenpflicht.”

Wir werden Sie über neue Entwicklungen selbstverständlich weiterhin hier informieren.

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