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Ladungssicherung

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Die Berufsgenossenschaftliche Vorschrift Fahrzeuge besagt in § 37, Absatz 4 :                                                                      “Ladung muss so verstaut und bei Bedarf gesichert werden, dass eine Personengefährdung bei üblichen Verkehrsbedingungen ausgeschlossen ist.”

Zitat aus GGVSEB  §19 (Pflichten des Beförderers)  Absatz 2 Nr. 15 :

Der Beförderer im Straßenverkehr hat dem Fahrzeugführer die erforderliche Ausrüstung zur Durchführung der Ladungssicherung zu übergeben...

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Zitat aus ADR/GGVSEB :                                Kapitel 7.5.7  Handhabung und Verstauung:

7.5.7.1 ....Versandstücke, die gefährliche Gütern enthalten, sowie unverpackte gefährliche Gegenstände  müssen auf dem Fahrzeug oder im Container durch geeignete Mittel gesichert werden, die in der Lage sind, die Güter im Fahrzeug oder Container so zurückzuhalten, dass eine Bewegung während der Beförderung, durch die die Ausrichtung der Versandstücke verändert wird, oder die zu einer Beschädigung der Versandstücke führen könnte, verhindert wird....

Die Ladung kann z.B. durch Zurrgurte, Klemmbalken, Transportschutzkissen, rutschhemmende Unterlagen gesichert werden. Eine ausreichende Ladungssicherung im Sinne des ersten Satzes liegt auch vor, wenn die gesamte Ladefläche in jeder Lage mit Versandstücken vollständig ausgefüllt ist.

Straßenverkehrsordnung

Auszug aus §22 Ladung  (gültig seit 01.01.2008) :

Die Ladung einschliesslich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin - und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.

Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten (VDI 2700 ff)

Bitte bedenken Sie, dass bedeckte Fahrzeuge bedingt durch ihre Bauart den seitlich auf den Aufbau wirkenden Kräften nicht immer effektiv standhalten können.                        

Die Aussage der Hersteller, welchen Kräften eine Plane standhält, sollte immer in Verbindung mit dem Rest des Aufbaus betrachtet werden !

Verantwortlichkeiten

Im gewerblichen Güterverkehr verantwortlich für die Sicherheit der Ladung:

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Die ordnungsgemäße Ladungssicherung ist vor der Abfahrt durch den Fahrer im Rahmen seiner Möglichkeiten zu kontrollieren. Sollten während der Fahrt Veränderungen festgestellt werden, ist unbedingt nochmals zu kontrollieren und ggf. nachzusichern !

Mangelhafte Ladungssicherung ist sowohl bei Gefahrgut-/ als auch bei allen anderen Transporten immer noch die Hauptbeanstandung der Kontrollbeamten.

Bußgelder  (Stand GGVSE 2007)

Als Verkehrsordnungswidrigkeit (Anlage 7 RSE) können z.B. folgende Bußgelder fällig werden :

  • Beförderer         800,- €
    • ...als Beförderer entgegen §9 Abs.12 Nr.7 GGVSEB nicht dafür sorgt, dass der Fahrzeugführer über die erforderliche Ausrüstung zur Durchführung der Ladungssicherung verfügt !
  • Halter            800,- €
    • ...als Halter entgegen §9 Abs.12 Nr.7 GGVSEB nicht dafür sorgt, dass der Fahrzeugführer über die erforderliche Ausrüstung zur Durchführung der Ladungssicherung verfügt !
  • Verlader             500,- €
    • ...als Verlader entgegen §9 Abs. 13 GGVSEB eine Vorschrift über die Verstauung (fehlende oder ungenügende Ladungssicherung) nach Unterabschnitt 7.5.7.1 ADR nicht beachtet !
  • Fahrzeugführer    300,- €
    • ..als Fahrzeugführer entgegen §9 Abs. 13 GGVSEB eine Vorschrift über die Verstauung (fehlende oder ungenügende Ladungssicherung) nach Unterabschnitt 7.5.7.1 ADR nicht beachtet !

Quelle : Online-Katalog der Polizei Bayern

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Physikalische Grundlagen

Kraft ist das Produkt aus Masse und Beschleunigung

Erste der drei newton'schen Axiome der Mechanik :                                                        "Jeder Körper verharrt im Zustand der Ruhe oder der geradlinig-gleichförmigen Bewegung, solange keine äußere Kraft auf ihn einwirkt (und diesen Bewegungszustand ändert)."

Beispiel                                                                                                                              Ein Lkw fährt mit den vorgeschriebenen maximal 80 Stundenkilometern über die Autobahn.

Bei einer Vollbremsung wirkt auf die Ladung die Bewegungsenergie aus der Fahrt des Lkws ein. Das bewirkt, daß die Ladung beim Bremsvorgang - auch Negativbeschleunigung genannt - mit einer erheblichen Kraft nach vorn in Richtung des Fahres gepresst wird.
Das gleiche physikalische Gesetz liegt zugrunde, wenn sich ungesicherte Ladung in einer Kurve löst. Auf die Ladung wirkt die in die ursprüngliche Fahrtrichtung gerichtete Kraft ein, so dass sie aus der Kurve getragen wird.

Haft- und Gleitreibung                                                                                                Mitentscheidend für die Umsetzung der Bewegungsenergie ist die Reibung zwischen Ladefläche und Ladung.

Unterschied von Haft- und Gleitreibung                                                                     Solange eine Masse noch fest auf der Ladefläche steht, wirkt Haftreibung auf sie ein. Gerät sie in Bewegung, kommt nur die noch die weit geringere Gleitreibung zum Tragen.
Ein Körper in Bewegung kommt ohne weitere Beschleunigung zum Stillstand, da Reibung (auch der Luftwiderstand) auf ihn einwirkt. Auf einem glatten, lackierten Ladeflächenboden besteht weniger Reibungswiderstand als auf einer rutschhemmenden Matte.

Formen der Ladungssicherung

Man unterscheidet folgende Arten der Ladungssicherung:

  • die formschlüssige Ladungssicherung
    • Bei der formschlüssigen Ladungssicherung wird das Transportgut zum Beispiel gegen die Wände des Frachtraums abgestützt. Holme und Keile können entsprechend der Form der Ladung angesetzt werden.
  • die kraftschlüssige Ladungssicherung.
    • Bei der kraftschlüssigen Ladungssicherung kommen Hilfsmittel zum Einsatz, die der eventuellen Lageänderung in Kurven (seitliches Verrutschen) oder beim Bremsen (nach vorne rutschen) entgegenwirken

Zurrgurte

Zurrgurte werden unterschieden in :

  • einteilige Gurte    : 1 Gurtband mit Ratsche oder Klemmverschluß
1-2210 200 Klemmschlossgurt 2m
  • zweiteilige Gurte  : 1 Losende / 1 Festende mit Ratsche
1-2302 Gurt 35mm 8m
  • Schwerlastgurte   : zur Sicherung schwerer Maschinen (hauptsächlich durch                                                Direktzurren)

Auf der nach DIN 12195 Teil 2 vorgeschriebenen Gurtkennzeichnung sind folgende  Angaben zu finden :

  • LC    = Lashing Capacity (zulässige Zugkraft) in Umreifung und direktem Zug
      • bei “alten” Gurten (DIN 60 060 bis Februar 2001) Angabe “Fzul” . Dieser Wert gibt an, wann die Belastungsgrenze des Gurtgewebes erreicht ist.
  • STF = Standard Tension Force (normale Vorspannkraft)
      • Vorspannkraft der Ratsche im geraden Zug, der mit einer Handkraft SHF von 50daN erreicht wurde.
  • SHF = Standard Hand Force (normale Handkraft)
      • Kraftaufwand an der Ratsche zum Vorspannen.
  • Hersteller
  • Herstelldatum
  • Material
  • Normung
Gurtfahne
1-2604 Vorspannmessgerät 1

    Die Ermittlung der tatsächlich erreichten Vorspannkraft bei der Ladungssicherung ist durch eine Messung mit einem “Vorspannmessgerät” der zuverlässigste Weg.

Hilfreiche Zusatzinformationen :

Info zu Zurrgurten (Autor Alfred Lampen / Berufskraftfahrer-Zeitung 06/07)

Thema Ablegereife

Ladungssicherungs-Leitfaden der BGL / BGF

Aktuellste Informationen zur LADUNGS-SICHERUNG  :

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Sicherungsnetze

Im KEP-Bereich (Kurier-Express-Paket) werden häufig unterschiedliche Größen des Ladegutes transportiert. Eine Sicherung mit normalen Zurrgurten ist meist nicht möglich. Hier haben sich Ladungssicherungsnetze als effektives Hilfsmittel bewährt. die Netze dienen zum Niederzurren oder zur Laderaumabtrennung. Die von uns angebotenen Netze sind durch die DEKRA zertifiziert.

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1-2701 Muster 1

Klemmbalken

Zur Sicherung können auch Klemmbalken eingesetzt werden. Klemmbalken sind in unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich. Abhängig von der Fahrzeughöhe bzw. Breite und den Ansatzpunkten sind vielfältige Sicherungsmethoden durchführbar. Einen exakte Angabe der Rückhaltekräfte ist bei Klemmbalken aufgrund der verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten nicht möglich. Die von uns angebotenen Klemmbalken sind z.B. durch die DEKRA zertifiziert. Hier sind Rückhaltekräfte bis zu 150 daN möglich.

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Sperrbalken

Eine formschlüssige Ladungssicherung mit Teleskop-Sperrbalken wird mittels fest im Fahrzeug eingebauten Schienen erreicht. Diese Schienen gibt es in verschiedensten Ausführungen. Somit sind auch die “Endzapfen” der Sperrbalken unterschiedlich. Sperrbalken halten in der Standard-Ausführung Kräfte von 400 bis 500 daN aus.

Sperrbalken
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1-2110 Ankerschiene

Zwischenwandverschlüsse

Eine formschlüssige Ladungssicherung kann auch mit Zwischenwandverschlüssen durchgeführt werden. Zwischenwandverschlüsse werden auch Klemmbretter genannt. Sie halten in der Standard-Ausführung Kräfte von bis zu 400 daN aus. Das entspricht ca. 400 KG Belastung.

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In besonderen Ausführungen gibt es Zwischenwandverschlüsse bis zu 1000 daN.

1-2103 CB 1000
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