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Additivierungsanlagen an Tankfahrzeugen

Moderne Tankfahrzeuge sind mit sogenannten “Additivierungsanlagen” ausgerüstet. Diese Anlagen sind automatische Dosiereinrichtungen, welche beim Befüllvorgang eines Kundentanks z.B. mit Heizöl einen Zusatz beimischen. Diese Zusätze (auch Additive genannt) sind z.B. “Fließverbesserer” zur Wachstumsbegrenzung von Parafinkristallen bei tiefen Temperaturen oder Verbrennungsverbesserer....

Vielfach sind diese Additive auch Gefahrgut im Sinne der GGVSEB 2011 und somit zu kennzeichnen.

Hier entstehen häufig Diskussionen, dass die Anlagen, in denen sich das Additiv befindet, ja Teil des Fahrzeuges / der Fahrzeugausrüstung seien und somit eine Kennzeichnung nicht erforderlich sei.

Hierzu folgende Hinweise der RSEB 2011 :

Kennzeichnung von Fahrzeugen mit Additivanlagen und Eintrag in den Beförderungspapieren :

5-8(S) Die Kennzeichnung von fest verbundenen, außen angebrachten Additivierungsanlagen erfolgt wie bei Verpackungen nach Abschnitt       5.2.2 ADR. Die Beförderung eines Additivs beeinflusst nicht die orangefarbene Kennzeichnung nach Absatz 5.3.2.1.6 ADR.

9-7(S) Ist ein Tankfahrzeug mit einer Additiveinrichtung bzw. Tankreinigungsanlage ausgerüstet, so ist in der ADR-Zulassungsbescheinigung ein entsprechender Vermerk unter Nummer 11 (Bemerkungen) über die Ausrüstung(en) anzubringen.

INFOPORTAL

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Kennzeichnungsvorschrift Verpackungen aus GGVSEB 2011

5.2.2.1 Bezettelungsvorschriften5.2.2.1.1 [Grundsatz]

Für jeden in Kapitel 3.2 Tabelle A aufgeführten Stoff oder Gegenstand sind die in Spalte 5 angegebenen Gefahrzettel anzubringen, sofern durch eine Sondervorschrift in Spalte 6 nichts anderes vorgesehen ist.

5.2.2.2.1.1 [Format]

Alle Gefahrzettel müssen die Form eines auf die Spitze gestellten Quadrats (Raute) haben; sie müssen eine Seitenlänge von mindestens 100 mm aufweisen. Sie müssen eine Linie haben, die parallel zum Rand in einem Abstand von 5 mm verläuft. In der oberen Hälfte muss die Linie dieselbe Farbe wie das Symbol, in der unteren Hälfte dieselbe Farbe wie die Ziffer in der unteren Ecke haben. Die Gefahrzettel müssen vor einem Hintergrund mit kontrastierender Farbe angebracht werden oder müssen entweder eine gestrichelte oder eine durchgehende äußere Begrenzungslinie aufweisen. Wenn es die Größe eines Versandstücks erfordert, dürfen die Gefahrzettel geringere Abmessungen haben, sofern sie deutlich sichtbar bleiben.

5.2.2.1.6 [Anbringung]

Abgesehen von den Vorschriften des Absatzes 5.2.2.2.1.2 (-> Gasflaschen) müssen alle Gefahrzettel :

  • a) auf derselben Fläche des Versandstücks angebracht werden, sofern die Abmessungen des Versandstücks dies zulassen;
  • b) so auf dem Versandstück angebracht werden, dass sie durch ein Teil der Verpackung, ein an der Verpackung angebrachtes Teil, einen anderen Gefahrzettel oder eine Kennzeichnung weder abgedeckt noch verdeckt werden;
  • c) nahe beieinander angebracht werden, wenn mehr als ein Gefahrzettel vorgeschrieben ist.

5.2.2.2.1.7 [Eigenschaften]

Die Gefahrzettel müssen der Witterung ohne nennenswerte Beeinträchtigung ihrer Wirkung standhalten können.

Gefahrzettel Beispiele / Kennzeichnungen direkt an der Anlage :

Ausführung in Größe 10 x 10 cm, PE-Folie

Additiv ist “nur” umweltgefährdend :

Klasse 9 Umweltgefährdend 2011 aktuelles Gesetzblatt
3082

Additiv ist brennbar und umweltgefährdend :

Klasse 304
Umweltgefährdend 2011 aktuelles Gesetzblatt
1993

Entscheidend für die Kennzeichnung ist die Art des Additives.

Die Einstufung können Sie dem Sicherheitsdatenblatt des Additiv-Lieferanten entnehmen.

Sie finden die Angabe in Abschnitt 14 (Angaben zum Transport) / Punkt 14.1 => UN-Nummer

Da gem. RSEB die Kennzeichnung wie bei Verpackungen erfolgt, müssen die Gefahrzettel bei einer Anlage z.B. in einem geschlossenen Kasten nicht aussen wiederholt werden ! Hier muss dann nur die Anlage selbst gekennzeichnet sein....

Nützliche Links zum Thema :

PDF-DATEI
PDF-DATEI

BGI 857

Sicherer Betrieb von Tankfahrzeugen

Zusammenfassung

Additivierungsanlagen / Additivanlagen